Schlagwort-Archive: Exchange

Mailstore: Der Ordner mit der FolderID „xxx“ hat keinen gültigen Namen.

Die in der Überschrift genannte Fehlermeldung führte in Mailstore dazu das bei einigen Postfächer keine fehlerfreie Archivierung mehr durchgeführt wurde. Hier ein Screenshot der Meldung:

Erstes Ziel nun zu ermitteln um was für einen Ordner es sich den wohl handelt. Mit folgendem Befehl ließen sich die FolderIDs der betroffenen Postfächer anzeigen:

Get-MailboxFolderStatistics -Identity tim.taylor@it-fanatic.de | select Name, FolderId

Zwei Sachen waren hierbei nun auffällig zunächst haben die FolderIDs einen anderen Aufbau als die in der Meldung in Mailstore, allerdings gab es einen Ordner der keinen Namen hatte (rot) und diese ID passte wenigstens im hinteren Teil zu der aus der Meldung im Mailstore.

Eine Überprüfung der Ordner im OWA ergab das es sich um einen namenlosen Kalender handelte. Dieser wurde dadurch erzeugt, das es eine Termineinladung gab die in Form eines ICS-Kalenders beim Benutzer eintraf.

Durch das Bestätigen mit Ja wurde hierbei nicht ein Eintrag im eigenen Kalender erzeugt, sondern gleich ein komplett eigenständiger Kalender. Dieser war natürlich aufgrund des fehlenden Namens im Outlook nicht zu sehen, aber im OWA.

Nach Übernahme des Termins in den eigenen Kalender und löschen des Kalenders ohne Namen lief der Archivierungsjob wieder fehlerfrei.

PS: Den Papierkorb natürlich auch leeren 😉

Das Verhalten beim Löschen und senden von Mails bei shared Postfächern steuern

Verwendet man eine shared-Mailbox fällt einem auf das wenn jemand eine Mail aus diesem Postfach versendet, diese nicht unter den gesendeten Mails des Postfach zu finden sind, sondern nun in dem des Sendenden. Genauso verhält es sich beim Löschen von Mails aus einer shared-Mailbox, die gelöschte Mail landet in der Mailbox desjenigen der sie gelöscht hat. Wenn mehrere Personen mit so einem Postfach arbeiten, wird es schwierig bestimmte Vorgange nachzuverfolgen.

Das zuvor beschriebene Verhalten ist als Standard zu verstehen und erstmal von seitens Microsoft auch so gewollt. Das ganze lässt sich aber über den Exchange selbst und Outlook steuern.

In der Exchange-Konsole lässt sich mit folgenden Befehlen das Verhalten vom senden so steuern, das gesendete Mails sowohl im gesendete Elemente Ordner der shared-Mailbox sowie in der des Sendenden landet.

Befehl für „Senden im Auftrag..“:
Set-Mailbox <Identity> -MessageCopyForSendOnBehalfEnabled $true

Befehl für „Senden als…“:
Set-Mailbox <Identity> -MessageCopyForSentAsEnabled $true

Das Verhalten beim löschen lässt sich dahingehend nur über Oulook selbst steuern, hierzu muss eine entsprechender Registry-Eintrag am System gesetzt werden:

Registry-Wert:
HKCU\SOFTWARE\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Options\General

DelegateWastebasketStyle
REG_DWORD
Wert: 0x4 (4)

Hierbei macht es Sinn diesen Wert über Gruppenrichtlinien zu verteilen.

Mailstore: Aktivierung des HTTPS-Zugriff auf Exchange führt zu einem EWS Fehler bei Verwendung des FQDN

Mailstore kann bei Installation direkt auf dem Exchange nicht über den FQDN auf das EWS zugreifen. Es kommt zu einem Authentifizierungs-Fehler. Erfolgt der Zugriff über localhost, funktioniert die Authentifizierung reibungslos. Grund hierfür ist die Änderung eines Registry-Wertes durch Updates des Exchange-Servers.

HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa

DisableLoopbackCheck Dword 1

Durch diesen Eingriff funktioniert die Autodiscover-Funktion direkt am Exchange nicht mehr.

Testen kann man dies mit folgendem Befehl in der Exchange-Konsole:

Test-OutlookWebServices -identity: xxx@mydomain.com –MailboxCredential (Get-Credential)

Die Autoermittlung wird in der Ausgabe der Konsole mit „failure“ angegeben.

Über den folgenden Befehl können wir uns weitere Informationen einblenden unter anderem den Eintrag „realm=“xxx““. Diesen Wert benötigen wir zum beheben des Problems.

Test-OutlookWebServices -identity: xxx@mydomain.com –MailboxCredential (Get-Credential) |
fl

Um das Problem nun zu beheben erstellen wir folgenden Registry-Eintrag:

HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa\MSV1_0

BackConnectionHostNames (Wert der mehrteiligen Zeichenfolge) den Wert aus REALM eintragen.

Nach einem Neustart des IIS, sollte die AutoErmittlung lokal am Exchange Server wieder funktionieren.

Ab der Version 13.0.2 von Mailstore wird einem beim anlegen eines Archivierungstask weiterhin die Möglichkeit angeboten SSL-Warnungen zu ignorieren. Allerdings wird dies im LOG nicht mehr als Information sondern als Warnung dokumentiert.

Dies führt bei Sensoren zur Überwachung dazu, das diese den Fehler nun auch melden obwohl die Funktion nicht eingeschränkt ist.